Sturmlöda Wildschönau Tirol
Die Sturmlöda sind eine historische Wehrtruppe, die nur in der Wildschönau überlebt hat. Und die in der gleichen Montur, mit Sense, Morgenstern und Mistgabeln bewaffnet, ausrückt wie vor 200 Jahren, als der Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer das letzte Aufgebot im Kampf gegen Napoleon und die Bayern zusammentrommeln ließ.
Wild ging es einst zu in der Wildschönau.
Das Hochtal war nur über Schleichwege oder die Kundler Klamm erreichbar und deshalb auch Rückzugsgebiet im Tiroler Freiheitskampf. Vor über 200 Jahren ließ der berühmte Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer in der Wildschönau die
letzten Reserven für den Kampf gegen Napoleon und die Bayern mobilisieren. "Wer kein Schießgewehr hat, möge Spieße oder Mistgabeln an lange Stangen machen!" So steht es im Aufruf, den Hofers Kampfgenosse Josef Speckbacher beim Sollererwirt in Thierbach verfasste. Der schwarze Klapptisch, an dem er saß und das Dokument zieren noch heute die originalgetreu erhaltene Wirtsstube - und auch die Truppe der "Sturmlöda" gibt's noch. Zwar rücken die Nachfahren der mutigen Mannen nur noch in friedlicher Mission
aus, doch die Montur muss stimmen - vom Bart bis zur Sense kommt's ihnen auf jedes Detail an, wenn sie
bei festlichen Anlässen unterwegs sind.
2009, an dem sich der 200. Todestag von Andreas Hofer jährte, war natürlich ein besonderes Jahr für die Sturmlöda!